Eberhard Schmidt

 

Kurt von

Plettenberg

 

Im Kreis der Verschwörer um

Stauffenberg. Ein Lebensweg

 

 

 

HERBIG-Verlag München, 2014

272 Seiten mit zahlreichen Abbildungen

€ 22,99, ISBN 978-3-7766-2735-0

(im Buchandel vergriffen, Bezug über Autor)

 

 

Im Juni 2017 ist das Buch in englischer Übersetzung erschienen

im Verlag frontline, einem imprint von sword&pen, Barnsley, UK   unter dem Titel:

 

                           The Hitler Conspirator

 

                           The Story of Kurt Baron of Plettenberg and  Stauffenberg's              Valkyrie Plot to Kill the Führer

 

 

 

»Kurt Plettenberg (…) gehört zu den ganz

wenigen Menschen, deren Bild ich in einer

Art innerer Galerie immer bei mir trage,

und ich bin Gott dankbar, dass dieser

hervorragende Mann meinen Lebensweg

kreuzte.«

Alexander zu Dohna-Schlobitten

 

 

Kurt Freiherr von Plettenberg war 54 Jahre alt, als er sich im März 1945 aus einem Fenster im 4. Stock des Gestapo-Gefängnisses in Berlin in den Tod stürzte, um seine Freunde und Mitstreiter nicht zu verraten. Lange hatte er mit führenden Köpfen des Widerstands um den richtigen Weg zwischen Ehrenkodex und persönlicher Überzeugung gerungen – bis nur noch ein Schluss blieb: »Wir müssen Hitler umbringen«. Das faszinierende Porträt eines Aufrechten, der bis zuletzt seinem Gewissen folgte.

 

Plettenberg (1891-1945) war Spross einer westfälischen Adelsfamilie, Forstmann, Vertrauter von Marion Dönhoff, Soldat in beiden Weltkriegen. Die Erwartungen, die er, wie viele seiner späteren Mitstreiter vom 20. Juli, anfänglich in das »Dritte Reich« setzt, werden bald enttäuscht, als er den wahren Charakter des Regimes erkennt. Als er 1942 das Amt des Generalbevollmächtigen des ehemaligen preußischen Königshauses antritt,

gehört er bereits zum inneren Kreis der Widerständler, die die »Operation Walküre« planen.

 

Nach dem Attentat vom 20. Juli 1944 wird er jedoch nicht sofort als Verschwörer entdeckt. Aus Rücksicht auf das Haus Hohenzollern, das Hitler für seinen gefährlichsten innenpolitischen Gegner hielt, hat er sich vorsichtiger als viele andere verhalten. Doch wenige Wochen vor Kriegsende wird schließlich auch er denunziert und verhaftet.

 

Diese Biografie zeigt erstmals, wie Kurt von Plettenberg, der zu den zentralen Persönlichkeiten aus dem inneren Kreis der Verschwörer um Stauffenberg gehörte, einen Weg fand, sich in jenen schwierigen Zeiten zu behaupten, welchen moralischen Konflikten er ausgesetzt war und wie er den Widerstand maßgeblich mitprägte.

Die Biographie entstand unter Mitarbeit seiner Kinder Dorothea-Marion von Plettenberg und Karl-Wilhelm von Plettenberg.

 

»Kurt von Plettenberg hat mich gelehrt, ohne zu belehren, worauf es im Leben ankommt.«

 

Axel von dem Bussche,

Mitstreiter der Widerstandsgruppe

des 20. Juli 1944

 

 

 

AUSZÜGE AUS REZENSIONEN

 

In seinem sehr gut geschrieben und detailreichen Buch und auf der Grundlage von unter anderem bisher unveröffentlichten Unterlagen aus dem Familienarchiv schildert Eberhard Schmidt nicht nur den Lebensweg eines Hitlergegners. Zugleich zeichnet er das Portrait eines Menschen, der von allen, die ihn kannten, für seinen Sachverstand und und seine Zuverlässigkeit geschätzt und für sein stets heiteres Naturell geliebt wurde.“

Daniel Flügel, Potsdamer Neueste Nachrichten,19.7.2014

 

Schmidt zeichnet eindrucksvoll von Plettenbergs moralische Überzeugungen und seinen Weg in den Widerstand nach, der ihn in den Kreis um Claus Schenk Graf von Stauffenberg brachte.“

Damals - Das Magazin für Geschichte, Juli 2014

 

Der Bremer Historiker Eberhard Schmidt hat dem Aristokraten... eine kenntnisreiche und unterhaltsame Biografie gewidmet, die das Stauffenberg-Umfeld atmosphärisch dicht einfängt“

Hendrik Werner, Weser-Kurier am Sonntag, 15.6.2014

 

Der Oldenburger Politologe und Historiker Eberhard Schmidt hat den Lebensweg von Kurt von Plettenberg sensibel nachgezeichnet. Uns Hinterbliebenen, die wir seit längerem die mangelnde demokratische Gesinnung der Verschwörer des 20. Juli beklagen, sei dieses Buch ans Herz gelegt. Man muss kein Demokrat gewesen sein, um einen Tyrannen zu ermorden und die Welt vor Schlimmerem zu bewahren.“

Erik von Grawert May, Deutschlandradio Kultur, 19.7.2014

 

Kurt von Plettenberg. Im Kreis der Verschwörer um Stauffenberg“...stellt den fehlenden Mosaikstein über den Widerstand der Männer und Frauen um Stauffenberg dar. Dabei liest sich das Buch wie ein Who is Who des Widerstands und der Nachkriegsgeschichte...In zahlreichen Dokumenten und Erinnerungen der Überlebenden des Widerstands entfaltet Schmidt die Motivlage der Verschwörer. Plettenberg wurde Generalbevollmächtigter des vormaligen Preußischen Königshauses – und eben Widerständler, der seinem Leben ein Ende setzte, um sein Wissen unter der Folter nicht offenbaren zu müssen. Wie es dazu kam, legt Autor Schmidt in lesenswerter Weise dar.“

Hans Begerow, Nordwest Zeitung, 23.8.2014

 

Er verkörperte die preußischen Tugenden im positivsten Sinne. Kurt von Plettenberg, ein typischer Vertreter jenes alten, zurückhaltenden Adels, der sich im Widerstand gegen Hitler engagierte. Ein neues Buch zeichnet sein bemerkenswertes Leben nach – und seinen Tod.“

Alexander Jungkunz, Nürnberger Nachrichten, 16.7.2014

 

Schmidt nähert sich seiner aus altem westfälischem Adel stammenden Hauptperson in 13 Kapiteln. Der Autor entwirft auf rund 250 Seiten das Portrait eines Aufrechten, der bis zuletzt seinem Gewissen folgte. Und er zeigt auf, wie der langjährige Hofkammerpräsident des Fürstenhauses Schaumburg-Lippe einen Weg fand, sich in jenen schwierigenZeiten zu behaupten und den Widerstand maßgeblich mitzuprägen.“

Herbert Busch, Schaumburger Nachrichten, 8.3. 2014 und

Schaumburg-Lippische Landeszeitung, 12.7.2014

 

"Auf Anregung von Plettenbergs in Essen lebendem Sohn Karl-Wilhelm und seiner Tochter Dorothea-Marion zeichnete der Oldenburger Historiker und Politologe Eberhard Schmidt Leben und bitteres Ende des Hitler-Gegners nach. Es entstand eine Biographie, die das historische Wissen über den Kreis der Verschwörer um so manches Detail ergänzt.  Ins Licht gerückt wird eine Person, die – wie auch andere Widerständler – durch die übliche Fokussierung auf die Person Stauffenbergs kaum wahrgenommen wird. Stauffenberg und Plettenberg waren trotz verschiedener Rollen am 20. Juli 1944 eine Schicksalsgemeinschaft bis in den Tod."

Rolf Potthoff in WAZ, 4.11.2014

 

 

 

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